ERIK LYRIK
Jeden Tag ein Gedicht
www.eriklyrik.de
Erik Ritter
am
27. Januar 2024

Zwielicht am Januar-Ende

Am Rand des Januars, im Zwielicht Spiel,
wo Tag und Nacht sich treffen, kurz das Ziel.
Die Dämmerung, in zartem Blau getaucht,
der Wintermonat leise Abschied haucht.

Noch hält der Frost die Welt in seinem Bann,
doch spürt man schon des Frühlings leisen Tann.
Die Zweige knospen, ahnen schon das Grün,
im kalten Wind des Winters Lieder zieh’n.

Die Vögel singen schon ein morgend Lied,
von heller Hoffnung, die im Dunkeln blüht.
Die Tage wachsen, langsam, Stund‘ um Stund‘,
erwacht das Leben aus dem tiefen Grund.

In dieser Zeit des Wandels, still, bedacht,
wird neue Zukunft zaghaft nun entfacht.
Der Januar, in seinen letzten Zügen,
lässt uns in stiller Hoffnung Brücken fügen.

So schreitet man durch kalte, klare Nacht,
betrachtet, was der Winter hat vollbracht.
Im Herzen trägt man schon den Frühlingsschein,
bereit für Wandel, lässt man Altes sein.

Am Horizont, dort wo der Tag erwacht,
liegt leise schon des Frühlings zarte Macht.
Im Zwielicht dieser Stunden, still und klar,
erkennt man, was bald möglich, bald schon wahr.