ERIK LYRIK
Jeden Tag ein Gedicht
www.eriklyrik.de
Erik Ritter
am
16. März 2024

Wann kommt der Sommer?

In den Gassen hallt ein Sehnen,
ein Flüstern, leis und sacht,
nach Wärme, die durch Venen
den Frühlingsduft entfacht.

Wo ist das Gold, das in den Lüften schwebt,
die Sonne, die den Morgen küsst?
Wo das Lachen, das im Windeswebe lebt,
das Eis und Kälte sanft vergisst?

Die Knospen, eng, noch fest verschlossen,
harren aus in stiller Pracht.
Wann wird die Kälte weggeflossen?
Wann wird die Nacht zum Tag gemacht?

Die Erde, müde vom langen Schlaf,
sehnt sich nach des Sommers Zier.
Nach Farbenpracht und Bienenklang,
nach langen Tagen, Freiheit, Glück – ganz ungeniert.

So fragen wir, mit Hoffnung sacht,
wann bricht der Sommer durch die Nacht?
Wann malt er seine Farben bunt,
bringt Leben zurück, gesund?

Bald schon, flüstert leise der Wind,
der Sommer kommt, ist ganz geschwind.
Mit jedem Tag ein Stückchen mehr,
bald ist es nicht mehr leer.

Die Welt erwacht in voller Pracht,
der Sommer lacht, hat Macht.
Er bringt uns Licht, und Wärme, Sinn,
der Sommer, ja, er zieht bald ein.