ERIK LYRIK
Jeden Tag ein Gedicht
www.eriklyrik.de
Erik Ritter
am
24. Januar 2024

Stille Vorahnung

Heute, im Januar, der Mitte nah,
wo Stille herrscht, so klar und wunderbar.
Die Welt in Wintergrau, so ruhig, sacht,
birgt tiefe Ruhe in der stillen Nacht.

Die Bäume stehen schweigend, starr und kahl,
ihr Antlitz zeigt des Winters strengen Strahl.
Doch in der Stille, unterm kalten Mond,
wird neues Leben leise schon belohnt.

Noch sind die Tage kurz, die Nächte lang,
doch merklich wächst der Lichter heller Klang.
Ein sanfter Wandel, kaum noch zu erspäh’n,
beginnt im Stillen nun sein Werk zu dreh’n.

Die Hoffnung keimt in jedem frost’gen Hauch,
ein ferner Gruß vom Frühling liegt im Brauch.
Geduldig wartet die Natur, beharrt,
bis sie das Ende dieser Zeit erfährt.

So steht der Mensch und blickt in stille Fern‘,
ersehnt den Frühling und den Sonnenstern.
In Gedanken schon beim nächsten Schritt,
der Winter jedoch hält ihn fest, noch sitzt.

Der Januar, in seiner Weisheit tief,
lehrt uns das Warten, das in Träumen rief.
In dieser Stunde, still und unbewegt,
wird neues Leben, neuer Traum gehegt.