ERIK LYRIK
Jeden Tag ein Gedicht
www.eriklyrik.de
Erik Ritter
am
26. April 2024

Die verborgene Schönheit des Augenblicks

Im Rauschen der unsichtbaren Wohnstube,
dem Takt der Welt in seinem stummen Fluss,
finden Gedanken ihren seltenen Frieden,
das Unbewusste webt seinen heimlichen Kuss.

Risse im Gewebe der Gegenwart,
ein Echo der Sterne in der Tiefe der Nacht,
im Spiegel des Augenblicks, kurz und abstrakt,
eine leise Ahnung, eine verborgene Pracht.

Zwischen den Silben der fließenden Zeit,
ein Wimpernschlag, eine Pause – ganz fett,
zeigt die Schönheit sich in Krümelgröße,
nur flüchtig erfühlt, kaum ausgemessen, daran man sich klammert.

Nichts als ein flüchtiges Flirren,
der kostbare Rest einer zu schnellen Wimper,
ein Farbton der Seele, kaum definiert,
eine Melodie, die im Inneren schimmert.

Frage: Welcher Augenblick hat Dich zuletzt tief berührt?